LandesverbandbayerischerSchulpsychologinnen und Schulpsychologen e.V.

In der Diskussion

Jugendliche und „Online-Sucht“

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Eine Studie der DAK:

„Laut der Hälfte der befragten Eltern bleibt das Kind länger online als vorgenommen. 22 Prozent der 12- bis 17-Jährigen fühlen sich ruhelos, launisch oder gereizt, wenn

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Aktuelles

Heilsbronner Fortbildungstage des LBSP 24.5. – 26.05.2017 (FIBS E854-0/17/1 )

Einführung in TRE- Tension & Trauma Releasing Exercises nach Dr. David Berceli

In diesem Kursangebot des LBSP soll hinsichtlich des Umgangs mit berufsbedingten Stressreaktionen, Schocktraumata und Psychotraumfolgestörungen ein neuer Blickwinkel eröffnet werden. Plötzliche psychotraumatische Ereignisse und deren Verarbeitung sowie auch persistierende Stresserlebnisse werden unter biologischen und psycho-physiologischen Perspektive betrachtet.

Ein biologisches Verständnis beschreibt Psychotrauma als eine unterbrochene Handlung, als eine biologisch unvollständige Reaktion des menschlichen Organismus. Unvollständig insofern, als durch die Schock-und die damit einhergehende Erstarrungsreaktion die vom Organismus zur Verfügung gestellte neuronale und hormonelle Energie -Ausstattung nicht abgerufen wird und sich im Körper muskulär und im Bindegewebe einlagert. In diesem biologischen Verständnis von Psychotraumagenese bedeutet das, dass die Gewebe des menschlichen Körpers ( Muskeln und Faszien) ein unfehlbares Gedächtnis für Trauma besitzen, in welchem alle traumatischen Erfahrungen gespeichert sind.

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Wann beginnt Onlinesucht?

Gibt es Onlinesucht überhaupt? Welcher Suchtbegriff liegt hier vor?

Ein interessantes Interview zum Thema: LINK

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler erklärt: „Mittlerweile sind etwa 270.000 Jugendliche von Internetanwendungen abhängig, etwa doppelt so viele wie 2011.“ Doch wo fängt diese Abhängigkeit an und wie kriegt man sie in den Griff?

 Eine Antwort auf die Frage soll ein neues Portal bieten. Ein Forschungsteam der Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung der Universität Tübingen hat heute, am 7. Februar und weltweiten Safer Internet Day, eine Onlinedatenbank zur Therapiesuche für Menschen mit Internetsucht online gestellt. Zu erreichen ist sie unter erstehilfe-internetsucht.de. Die Website enthält bisher mehr als 950 Einträge und soll laufend ergänzt werden. Man findet hier außerdem einen Psychotest zur SelbsteinschätzungFallbeispiele von Betroffenen und eine Checkliste für die Therapiesuche.

am 08.02.2017 um 09:02 in Internet. Beitrag kommentieren

Herausforderung neue Kulturen – Schulpsychologie im Spannungsfeld von Kultursensibilität und Radikalisierungstendenzen

Fachtagung von FPS und LBSP am 6. April in Nürnberg

Schülerinnen und Schülern aus fremden Kulturen, oft geflüchtete junge Menschen mit traumatischen Erlebnissen, sind für SchulpsychologInnen eine neue Herausforderung. Die Beratung und Begleitung auch der Familien, der Lehrkräfte und der MitschülerInnen vor Ort wirft Fragen auf. Wie kann Faktoren wie Herkunft, Sprache, Religion und belastenden Ereignissen Rechnung getragen werden?

Und wie können SchulpsychologInnen mit Radikalisierungstendenzen oder radikalisierten jungen Menschen umgehen?

Ziel der Fachtagung ist, Sensibilität für unterschiedliche Kulturen und Gespür für gefährdete Schüler zu entwickeln sowie Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Die Vorträge von Dr. Lale Akgün (Köln) und Dipl.-Psych. Ahmad Mansour (Berlin) geben konkrete Hinweise für die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen und ihren Bezugspersonen.

Die Fachtagung soll die interkulturelle Kompetenz erhöhen. Zielgruppe sind in erster Linie SchulpsychologInnen. Aber auch interessierte Beratungslehrkräfte, Lehrkräfte und SchulsozialpädagogInnen sind eingeladen.

Zur Ausschreibung und zum Anmeldeformular: Fachtagung_Anmeldeformular

 

am 25.01.2017 um 10:01 in Fortbildung. Beitrag kommentieren

Weihnachtsgrüße

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Der Vorstand des LBSP wünscht allen Mitgliedern eine friedliche und besinnliche Weihnachtszeit und viel Gesundheit und Lebenserfüllung im neuen Jahr 2017.

am 24.12.2016 um 09:12 in Allgemein. Beitrag kommentieren

Bundesverdienstkreuz für Berhard Meißner

Am 5.12. (Tag des Ehrenamts) hat Bernhard Meißner, Gründungsmitglied des LBSP, in Berlin aus der Hand von Bundespräsident Gauck das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.

Anbei das Glückwunschschreiben des Vorstands an Berhard Meißner:

Lieber Bernhard,
wir waren freudig überrascht, als wir erfuhren, dass dir für deine Verdienste um die Schulpsychologie sowie insbesondere auch für die Krisenintervention vom Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Tag des Ehrenamtes am 05.12.2016 das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse verliehen wurde und wir beglückwünschen dich für diese hohe Auszeichnung und Würdigung deines Wirkens von ganzem Herzen!

Im Namen des Vorstandes des LBSP bedanken wir uns für deine richtungsweisenden Denkanstöße seit den Anfängen und dein unermüdliches, anhaltendes Engagement für die Belange der bayerischen Schulpsychologie. Als Mitbegründer und Vorsitzender des LBSP im Gründungsvorstand 1987 sowie als weitsichtiger Rat –und Ideengeber hast du den LBSP immer wieder nachhaltig gestärkt!

Es ehrt den gesamten Landesverband, mit dir einen Pionier der Schulpsychologie auf bayerischer, bundesweiter und auch auf internationaler Ebene und ein Ehrenmitglied mit geschätzter Expertise, Bekanntheit und Anerkennung in seinen Reihen zu haben!

Herzlich

Hans-J. Röthlein und Regina Knape 
 

am 19.12.2016 um 05:12 in Allgemein. Beitrag kommentieren

Dritte Ausgabe der „Psychologie für die Schule“ erschienen!

Die dritte Ausgabe der kostenlosen Online-Zeitschrift „Psychologie für die Schule“ des LBSP liegt nun vor und enthält quasi zwei Schwerpunkte:

Zum einen die Antworten/Statements auf die Umfrage des LBSP, welche Bedeutung dem psychologischen Denken und Handeln im Lebensraum Schule zukommt.

Zum anderen den thematischen Schwerpunkt „Geflüchtete junge Menschen als Lernende“ mit verschiedenen Artikeln und Interviews, die einerseits die Lebenssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen aufzeigen und andererseits die Schwierigkeiten, mit denen sie wie auch ihre Lehrkräfte in der Schule zu kämpfen haben.

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Download (4MB): PSYSCHULE III

Bedeutung einer sicheren Bindung

Ein spannender und höchst informativer Beitrag auf sueddeutsche.de: LINK

Brisch hat zum fünfzehnten Mal die internationale Bindungskonferenz in München organisiert, diesmal zum Thema emotionale Gewalt. Seit Februar war die Veranstaltung ausgebucht, nie war der Andrang so groß. Dabei werden die Folgen emotionaler Gewalt noch immer unterschätzt. Eine Rippenserienfraktur oder ein Kinderkörper, der mit blauen Flecken übersät ist, sind klar als Misshandlung zu identifizieren. Kränkung, Zurückweisung, beharrliches Schweigen, Demütigung oder offener Hass werden hingegen ähnlich schmerzhaft erlebt, lassen sich aber in ihren Auswirkungen auf den ersten Blick nicht so eindeutig erkennen.

Als besonders traumatisierend gilt emotionale Vernachlässigung. „Nicht beantwortet zu werden, ist besonders schmerzlich“, sagt Brisch. „Das gilt für Kinder, Erwachsene, Paare, Alte und privat wie im Beruf. Es gibt ja Familien, in denen es seit Generationen Tradition ist zu schweigen, wenn man böse auf den anderen ist. Ignorieren als Strafe.“ Manche Wissenschaftler halten die Folgen eines extremen emotionalen Rückzugs für ähnlich gravierend oder sogar schlimmer als jene nach körperlicher oder sexueller Gewalt. Keine Reaktion hervorzurufen, nicht im anderen gespiegelt zu werden, kann existenzielle Selbstentwertung und psychischen Vernichtungsschmerz auslösen. Geschlagen zu werden, ist manchmal einfacher zu ertragen, als nicht beachtet zu werden.

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